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Verschwendung auf Kosten künftiger Generationen

Mai 7, 2009

Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Plastikbecher!

Ich bin gerade durch Konsumpf auf das Online-Magazin von Greenpeace aufmerksam geworden. Konsumpf zitiert aus der Printausgabe des Magazins, die anscheinend einen Artikel über Verschwendung enthält, der in der Online-Ausgabe leider fehlt aus dem Artikel „Ex und Hopp. Wie unsere Wegwerfgesellschaft gedankenlos Ressourcen verschwendet“. Dort heißt es:

Das Erdöl reicht nur noch für 45 Jahre, trotzdem fahren wir überdimensionierte Spritschlucker. Jeder siebte Mensch auf der Welt hungert, trotzdem werfen wir Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Deutschland gehen die Facharbeiter aus, doch fast jeder Zehnte verlässt die Schule ohne Abschluss.

Das sind eigentlich Dinge, die allgemein bekannt sind, die man im Alltag aber wieder schnell vergißt. Das kann man auch niemanden übelnehmen, da es sich um Dinge handelt, auf die der einzelne nur wenig oder gar keinen Einfluss nehmen kann. Sicherlich werden jetzt einige reflexartig aufschreien „Der einzelne kann sehr wohl was tun.“ Dem möchte ich auch nicht widersprechen, aber verglichen mit dem, was die Politik auf globaler Ebene erreichen könnte, ist das meiner Meinung nach sehr wenig. Mal ehrlich: Jeder einzelne von uns hat Tag für Tag mit so vielen Problemen zu kämpfen, dass die meisten von uns gar nicht die geistigen Kapazitäten haben, sich um globale Probleme großartig Gedanken machen zu können. Mich eingeschlossen! Wenn ich eine bestimmte Joghurt-Sorte kaufen möchte und diese nur in Plastikbechern erhältlich ist, dann kaufe ich die, obwohl ich weiß, dass Plastik der Umwelt schadet. Der Gedanken ans Recycling tröstet da ein wenig. Wenn ich Wäscheklammern aus Holz kaufen will, der Supermarkt aber nur Klammern aus Plastik anbietet, dann kaufe ich die eben. Mir fehlt ganz einfach die Zeit, durch die ganze Stadt zu rennen und nach Wäscheklammern aus Holz zu suchen. Und selbst wenn ich diese Mühe auf mich nehmen würde und zusätzlich auf meinen Lieblingsjoghurt verzichten würde, weil ein anderer in Gläsern angeboten wird, die meine Einkaufstasche um ein gefühltes Kilo schwerer machen, wäre dies keine nachhaltige Lösung, denn während ich mich hier zum Karl Arsch mache, kaufen andere weiterhin meinen Lieblinsgjoghurt in Plastikbechern und machen mir eine lange Nase.
Es wäre eigentlich Sache der Politik, einzuschreiten und auf globaler Ebene Richtlinien zu erlassen, die dieser Verschwendung Einhalt gebieten. Nur so kann es funktionieren! Eigeninitiative und bürgerliches Engagement sind ja schön und gut, aber sie reichen einfach nicht aus. Leider hat es sich die internationale Politik zur Aufgabe gemacht, der Industrie eben keine Grenzen aufzuzeigen und das wirtschaftliche Wachstum unter allen Umständen zu fördern. Was wir brauchen sind Politiker, die vorausschauend denken und zusammen mit echten Experten nachhaltige Konzepte entwickeln. Zur Zeit sehe ich aber weit und breit keine Politiker, die sich auf Augenhöhe mit Experten und Intellektuellen unterhalten können. Was ich sehe sind Pappnasen, die sich von Lobbyisten über den Tisch ziehen lassen.

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One Comment leave one →
  1. Mai 7, 2009 3:05 pm

    Hallo!

    Ich glaube, da hast Du mich falsch verstanden – in der Online-Ausgabe des GP fehlt nur ein kleiner Abschnitt (der über Elektronik), ansonsten steht da auch alles, was man in der Printausgabe findet. 🙂

    Viele Grüße,
    Peter

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